Headerbild

SHG für Schwerhörige und deren Angehörige - Kärnten

Wie viele Menschen sind sich der menschlichen Probleme des Schwerhörig-Seins bewusst? In der Regel versuchen die Schwerhörigen, sich mit der hörenden Welt und deren Bedingungen auseinanderzusetzen. Da sich Arbeit, Bildung, Familienleben und die ganze Palette der menschlichen Interaktionen vorwiegend auf das gesprochene Wort verlassen, müssen die Schwerhörigen gewaltige menschliche Anstrengungen auf sich nehmen, um sich auf die ständig wechselnden akustischen, technischen und kommunikativen Umstände einzustellen. Sie müssen Barrieren und Hindernisse überwinden, die daraus resultieren, dass sie das gesprochene Wort oft nur unvollkommen aufgenommen haben. Die physischen und psychischen Anstrengungen, die aufgebracht werden müssen, um erfolgreich zu sein, können erhebliche Energien von den schwerhörigen Personen und den Mitmenschen um sie herum verbrauchen.

Obwohl ca. 1,6 Millionen Schwerhörige in Österreich leben, wird ihre schwierige Lebenssituation in der Öffentlichkeit nach wie vor nicht erkannt! Sehr viele Betroffene haben Mut verloren und haben sich daher zurückgezogen.

Wichtig ist, dass die Gesellschaft mehr Verständnis für die Situation der Hörgeschädigten aufbringt und dass die Hörgeschädigten ihren Hörverlust als Teil ihrer Identität akzeptieren.

Ganz unter dem Motto: „Schwerhörigkeit sieht man nicht, man muss darüber reden!“ treffen sich Betroffene und deren Angehörige zum Erfahrungsaustausch um die eigene Lebensqualität im alltäglichen Leben zu verbessern. Angeboten werden auch Vorträge aus verschiedenen Bereichen.